Alles zu §101-Ablehnungen: Alice/Mayo-Test, Abstract Idea Doctrine und konkrete Antwortstrategien für Softwarepatente — mit Live-Demo des ClaimForge OA-Response-Agents.
35 U.S.C. §101 legt fest, welche Gegenstände überhaupt patentierbar sind: Verfahren (process), Maschinen (machine), Erzeugnisse (manufacture) und Zusammensetzungen (composition of matter). Gerichtlich entwickelte Ausnahmen schließen jedoch abstrakte Ideen, Naturgesetze und Naturphänomene aus — auch wenn sie in einem der vier gesetzlichen Kategorien angesiedelt sind.
Der Prüfer wendet den vom Supreme Court in Alice Corp. v. CLS Bank Int'l (2014) und Mayo Collaborative Servs. v. Prometheus Labs. (2012) aufgestellten Zwei-Stufen-Test an:
Seit dem 2019 Revised Guidance (PEG) klassifiziert das USPTO abstrakte Ideen in drei Untergruppen: mathematische Konzepte, bestimmte Methoden der Organisation menschlicher Tätigkeit, und mentale Prozesse. Softwarepatente, Geschäftsmethodenpatente und medizinische Diagnostik-Verfahren sind am häufigsten betroffen.
Relevante Urteile: Alice (2014), Mayo (2012), Enfish v. Microsoft (Fed. Cir. 2016 — positiv: spezifische Verbesserung der Computertechnologie), McRO v. Bandai Namco (Fed. Cir. 2016 — positiv: computerimplementiertes Verfahren mit konkreten Regeln), Berkheimer v. HP (Fed. Cir. 2018 — Faktenfrage: ob Elemente well-understood, routine, conventional sind).
| Muster | Formulierung | Häufigkeit |
|---|---|---|
| Generic computer | „... lediglich Implementierung auf einem generischen Computer" | Sehr häufig |
| Data collection + analysis | „Sammeln und Verarbeiten von Daten ist abstrakte Idee" | Sehr häufig |
| Mathematical concept | „Anspruch ist auf eine mathematische Beziehung / einen Algorithmus gerichtet" | Häufig |
| Insignificant post-solution activity | „Die konkreten Schritte sind lediglich post-solution activity ohne eigenständige Bedeutung" | Mittel |
| Well-understood, routine, conventional | „Die zusätzlichen Elemente sind well-understood, routine, conventional (WRC) in der Branche" | Häufig |
Der Prüfer kombiniert diese Muster oft: Er stuft den Kern des Anspruchs als abstrakte Idee ein (Stufe 2A Prong 1), verneint die praktische Anwendung (Prong 2) und qualifiziert alle weiteren Elemente pauschal als WRC (Stufe 2B). Das Ergebnis ist eine Ablehnung, die ohne konkrete Evidenz für die WRC-Einstufung auskommt — was Berkheimer eigentlich als Faktenfrage ausgewiesen hat.
Vier bewährte Strategien, in absteigender Wirksamkeit:
Der folgende Output wurde vom ClaimForge OA-Response-Agent für eine synthetische, aber realistische USPTO-Anmeldung generiert. Anmeldungsdaten wurden redaktionell angepasst. Kein Rechtsrat — menschliche Prüfung vor Einreichung erforderlich.
Laden Sie Ihre Office Action hoch (USPTO oder EPO). Der Agent analysiert Ablehnungsgründe, generiert Anspruchsänderungen und Gegenargumente in Minuten — vollständige autonome Prosecution-Loop inklusive Prior-Art-Recherche.